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Suchtmedizin E-mail
Die Suchtmedizin befasst sich mit der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Krankheitsbildern im Zusammenhang mit dem schädlichen Gebrauch psychotroper Substanzen und substanzungebundener Abhängigkeit.
Forschungsschwerpunkte  und Behandlungsschwerpunkte der Suchtmedizin sind
• die Identifizierung neurobiologischer und psychosozialer Faktoren, die für die Entwicklung von Abhängigkeitserkrankungen und für deren Bewältigung beeinflussen,
• die Suche nach Möglichkeiten, wie man Rückfällen vorbeugen kann (medikamentös und/oder psychotherapeutisch)
• epidemiologische Fragestellungen zur Verbreitung und Häufigkeit von Abhängigkeiten.
• Erreichen und Erhalt von Abstinenz
• Reintegration und Resozialisierung
• Bei fehlender Abstinenzmöglichkeit bei Opiatkonsum Substitutionsbehandlung zur Ermöglichung eines möglichst normalen sozialen Lebens.
• Substanzverlangen oder Craving (engl. Begierde, Verlangen) ist ein Fachbegriff aus der Suchtmedizin. Craving oder constant craving umschreibt das kontinuierliche und nahezu unbezwingbare Verlangen eines Suchtkranken, sein Suchtmittel (Alkohol, Tabak, sonstige Drogen) zu konsumieren.[7] Craving ist das zentrale Moment des Abhängigkeits- und Entzugssyndroms.
• Auch die Gier nach fetten und süßen Speisen bei Fettleibigkeit wird als "Craving" bezeichnet.
• Auch andere Süchte wie Spielsucht, Sexsucht, Sportsucht oder die Suche nach Extrem-„kicks“ weisen dieselben Merkmale auf.

Hier in der Praxis besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bestandteilen einer integrativen Therapie. Dazu zählen psychosoziale Beratungsstellen, psychiatrische und psychotherapeutische Betreuung und die Zusammenarbeit mit psychosomatischen Suchtkliniken und Rehabilitationseinrichtungen.
Hier in der Praxis wird außer den Beratungen zur Behandlung von Süchten die Substitutionstherapie von Opiatabhängigen durchgeführt. Die Praxis hat die Zulassung aller Substitutionsmethoden außer Diamorphin ( sog. kontrolliertes „Fixen“, „Fixerraum)

Substitutionszeiten: Montag-Freitag 12:30-13:00 Uhr  , Montag 17:00-17:30 Uhr. Am Wochenende gemäß persönlicher Vereinbarung.

Eine Möglichkeit zur Opiatabstinenz stellt auch (außer bei Cocain !)  die sog. ROD-Therapie dar (ROD: Rapid Opioid Determination, sog. "Turbo Entzug", UKE= Ultrakurzentzug). Hierbei wird der Patient während eines Narkoseverfahrens mit einem Opiatantagonisten behandelt. Der Körper ist nach dieser Therapiephase quasi „clean“. Der belastende körperliche Opiatentzug wird dabei vom Patienten verschlafen. Dieses Verfahren wird bereits in vielen Ländern ( z.B. USA) mit gutem Erfolg angewandt. Unabdingbar sind jedoch die psychosoziale Einbindung und der unbedingte Wunsch nach Abstinenz. Für die Therapie sind Angehörige die den Abstinenzwillen mittragen unabdingbar. Für die Dauer von mehreren Monaten wird danach noch die Einnahme eines Opiatantagonisten empfohlen, dieses kann auch als Dreimonatsimplantat erfolgen.Wir beraten Sie gerne zu diesem Behandlungsverfahren, das auch hier in der Praxis durchgeführt wird. Dies stellt jedoch nur die eigentliche stark verkürzte Entgiftungsphase dar, die ambulante Opiatentgiftung darf nicht mit dem eigentlichen Opiatentzug verwechselt werden.. Für die eigentliche Entwöhnungsphase, die im Allgemeinen über mehrere Monate andauert, ist unbedingt die Hilfe eines Therapeuten am Wohnort wahrzunehmen, da hierbei natürlich das „erzieherische Moment“ des durchgemachten körperlichen Entzuges fehlt.
Ansonsten arbeitet die Praxis mit mehreren Entgiftungs- und Entwöhnungskliniken zusammen, wo im Rahmen eines mehrwöchigen Aufenthaltes versucht wird eine dauerhafte Abstinenz aufrecht zu erhalten.
 
  Praxis Forg - Mainz-Marienborn - 06131-363772